Niemand muss ins Altenheim

Nichts ist besser als die eigenen vier Wände.

Aufgrund der stetig steigenden Lebenserwartung nehmen auch Krankheiten wie z.B. die Demenz zu. Täglich sind mehr Menschen betroffen. Demenzkranke dürfen aber nicht ausgegrenzt werden, sie gehören mit zu unserer Gesellschaft und sollen nicht in Pflegeheime oder gar in psychiatrische Einrichtungen abgeschoben werden.

 

Dagegen müssen wir alle etwas tun, denn irgendwann sind wir vielleicht selbst betroffen.

 

  • Wir fordern die gesetzliche Garantie, bei körperlicher oder geistiger Krankheit, besonders der Demenz, zu Hause bleiben zu dürfen. Dabei müssen die finanziellen Leistungen durch die Kranken- und Pflegekassen (z.B. Pflegegeld) bei privater Betreuung im eigenen zu Hause, genauso hoch ausfallen wie bei der Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung.
  • Wir fordern bei Unmöglichkeit der Betreuung im eigenen Zuhause (z.B. bei Schwerstpflegefällen) und der damit unabdingbaren Unterbringung in einer Pflegeeinrichtung, kontinuierliche und unvorangemeldete Kontrollen durch unabhängige Prüfer, besonders des gesundheitlichen Zustandes der Patienten unter Beachtung der menschlichen Würde und möglichen Maßnahmen zur Verbesserung des Gesundheitszustandes.
  • Wir fordern drastische Strafen bei Verstößen gegen die Menschenwürde und Vernachlässigung der notwendigen Pflegemaßnahmen und kleinere Quoten hinsichtlich der Anzahl qualifizierter Pflegerinnen und Pfleger zur Anzahl der zu betreuenden Bewohner. (bis 2018 sind es 30 Patienten, ab 2018 noch 20 Patienten). Das ist zu viel.

"Die Würde des Menschen ist unantastbar ......." sagt unser Grundgesetz und die Sicherheit und das Recht auf freies Leben besagen die Menschenrechte. Ist da etwas in Vergessenheit geraten, wenn wir die Realität betrachten und einmal genauer hinsehen wie oft mit alten und wehrlosen Menschen umgegangen wird?

Wie viel Reportagen wurden schon gesendet, in denen Missstände in Kliniken und Pflegeheimen aufgedeckt worden sind, wo alte und wehrlose Menschen vernachlässigt, geschlagen und ruhig gestellt werden. Wo mangelhafte Hygiene zur Verkeimung und zum Tod führt. Wir erinnern an die Sendung "Team Wallraff" vom 05.05.2014. Das war nicht erfunden. Solche Zustände gibt es wirklich. Aber sind die Verfehlungen verfolgt und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen worden???

Wir können bestätigen, dass es sich bei solchen Reportagen nicht um Polemik handelt und aus eigener Erfahrung berichten, dass es Altenheime gibt, in denen "Stille" herrscht. Wo nicht gesprochen und gelacht wird. Wo es manchmal, um es gelinde auszudrücken, unangenhem riecht.  Wo es viel zu wenig Personal gibt und die Bewohner stundenlang auf ihre Versorgung warten. Wo alte Menschen vereinsamt auf den Tod warten, weil sie wissen, nach dem Heim kommt nichts mehr.

Und der sogenannte Pflege-TÜV? Ja, der kam zwar und kontrollierte, aber er kam mit Voranmeldung. Da blieb genügend Zeit für die Überprüfung alles herzurichten. Die Beurteilung fiel dann gut aus. Und was war danach? Mittlerweile wurde der Pflege-TÜV abgeschafft.

Natürlich gibt es aber nicht nur schlechte Heime, aber es gibt sie. Und wo wirklich die guten Heime sind wissen wir leider nicht. Welche Überprüfungsmöglichkeiten gibt es überhaupt? Und kann überhaupt jeder Missstand aufgedeckt werden oder bleibt vieles im Dunkeln verborgen?

Wenn Sie erst selbst bemerken, dass einem lieben Angehörigen etwas schreckliches widerfahren ist, dann ist es bereits zu spät. Schutz und Fürsorge unserer Angehörigen sind unsere moralische Verpflichtung. Möchten Sie bei dieser Ungewissheit später einmal in einem Altenheim Ihren Lebensabend verbringen?

Bestimmt nicht, "Niemand möchte ins Altenheim" und wir sagen:

"Niemand muss ins Altenheim".

Eine 93 jährige alte Dame sagte uns einmal:  

"Es ist ja ganz gut, dass es Altenheime überhaupt gibt, aber ich möchte nicht dorthin. Ich möchte daheim in meiner Wohnung bleiben und irgendwann dort auch sterben, wenn die Kinder und Enkel in meiner Nähe sind."

Auch bei hoher Pflegebedürftigkeit gibt es einen Weg zu Hause zu bleiben. Beispielsweise ist die Betreuung durch herzliche Betreuerinnen möglich. Am Besten ist es sicherlich wenn Sie einen Angehörigen selbst pflegen, denn Sie sind ihm am nähesten, aber wir wissen sehr wohl, dass dies trotz des festen Willens oft gar nicht realisierbar ist. Sei es aus Zeitmangel, psychischer Überforderung, wegen der eigenen Arbeit, der Kinder, des eigenen Alters oder aber auch wegen zu wenig Kenntnis über die Krankheitsbilder wie speziell der Demenz, besonders in Form der Alzheimer Krankheit, die ein ganz neues Verständnis benötigt.

Jeder der einen Angehörigen selbst gepflegt hat oder der jemanden kennt, der einen Angehörigen pflegt, kennt diese schwere Aufgabe und die seelische Belastung. Dazu kommen auch noch die vielen privaten und sozialen Einschränkungen. Die ganze Familie und besonders die Kinder und Enkel leiden darunter mit. Aber trotzdem muss das Verständnis, die Versorgung, Anerkenntnis und Zuwendung und das bedeutet auch sehr viel Zeit, irgendwo herkommen. 

Jeder liebt sein eigenes Zuhause in dem er sich immer wohlgefühlt hat und das er nicht verlassen möchte. Auch, wenn er es vielleicht gar nicht mehr ausdrücken kann. Die vertraute Umgebung bietet Schutz und Geborgenheit. Und wer wegen Krankheit, Gebrechlichkeit oder Einsamkeit Betreuung benötigt, soll doch nicht auch noch seinem Zuhause entrissen werden, wenn es die Möglichkeit gibt in genau diesem Zuhause betreut zu werden und damit die Unterbringung im Altenheim oder Pflegeheim unnötig ist.

In der eigenen Wohnung soll ihr Angehöriger betreut werden damit die Familie sich wieder sorgenfrei der eigenen Arbeit, dem täglichen Allerlei, den Kindern und auch dem Urlaub widmen kann Die Vollzeit-Betreuung ist oftmals durch viel günstiger als die Zuzahlung für die Unterbringung in einem Altenheim.

Andreas-Grosch-Stiftung

 

13 Jahre Erfahrung in der Betreuung von Senioren, Kranken,
Behinderten und deren Familien.

 

Stiftungsregister

SZ.XIII NS-REJ.KRS/015474/15/633

------------

Zertifiziert vom Ministerium für

Arbeit und Sozialpolitik unter:

WUP.XXIIB.5300/19/LS/15nr12043

------------

Registriertes Schulungsinstitut

im Register des LAA Stettin unter: 2.32/00004/2016

E-Mail:

betreuung@andreas-grosch-stiftung.de

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Andreas Grosch Stiftung

Anrufen

E-Mail